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05.12.2017 12:32 Alter: 47 days

Chemie-Fonds fördert naturwissenschaftliche Experimente im Unterricht


Ulm, 4. Dezember 2017. Zum Forschen und Experimentieren gehören Spaß am Ausprobieren und das Entdecken von Phänomenen. Denn praktische Erfahrungen in den Naturwissenschaften sind eine wichtige Voraussetzung für das nachhaltige Verstehen und Lernen im Unterricht. Um den Schülern des Humboldt-Gymnasiums in Ulm noch mehr eigene Experimente zu ermöglichen, fördert der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) die Schule mit 2.500 Euro. Bei der symbolischen Übergabe der Summe im „Chemie-Förderkolben“ zeigten sich der stellvertretende Schulleiter Gregor Hoffmann und Fachlehrer Peter Schäfer hocherfreut. Das chemietypische Gefäß übergab Dr. Tobias Pacher, der bei den Chemie-Verbänden Baden-Württemberg für den Dialog Schule – Chemie zuständig ist. Mit der Summe werden am Humboldt-Gymnasium ein Extraktionsapparat, ein Destillationsgerätesatz, CO2-Spender und vor allem Experimentiermaterialien finanziert.

Für Pacher ist das praktische Arbeiten in den Naturwissenschaften unverzichtbar: „Ich kann mich noch gut an einzelne Versuche aus der Schulzeit erinnern“, so der promovierte Molekularbiologe. Die gemeinsam durchgeführten Versuche im Klassenverbund seien besonders wichtig, um bei Jugendlichen das Interesse für die Naturwissenschaften zu wecken und wachzuhalten. Am Humboldt-Gymnasium sei die Förderung genau an der richtigen Stelle, sagte Pacher weiter. Das große Engagement der Schule in den MINT-Disziplinen, die Angebote zur Berufsorientierung und die enge Zusammenarbeit mit dem Schülerforschungszentrum Südwürttemberg in Ulm zeigten, dass dort hervorragende Arbeit geleistet werde. Fachlehrer an allgemeinbildenden Schulen mit dem Fach Chemie können einen Antrag auf Förderung durch den Fonds zu stellen und bis zu 2.500 Euro alle drei Jahre erhalten.

Neben dem Angebot des FCI aus dem Programm „Schulpartnerschaft Chemie“ fördern die Chemie-Verbände Baden-Württemberg mit dem Dialog Schule - Chemie (http://dsc.chemie.com) die Zusammenarbeit von Chemie-Unternehmen und Schulen. Dabei stehen der naturwissenschaftliche Unterricht und die Weiterbildung im Mittelpunkt. Außerdem organisieren die Verbände zahlreiche Veranstaltungen für Pädagogen, beispielsweise zu Sicherheitsvorschriften im naturwissenschaftlichen Unterricht.

Zum Fonds der Chemischen Industrie 

Als Förderwerk des VCI unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie seit 1950 die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. So vergibt der Fonds über die Stiftung Stipendien-Fonds zahlreiche Stipendien und fördert gezielt die akademische Chemieforschung in Deutschland. Durch das Programm „Schulpartnerschaft Chemie“ werden seit 2013 rund 7,5 Millionen Euro für den Chemieunterricht an allgemeinbildenden Schulen zur Verfügung gestellt. 

In dieses Programm sind seit 2001 insgesamt mehr als 23 Millionen Euro zur Förderung des Unterrichts geflossen. Davon wurden rund 10,7 Millionen Euro an über 3.400 Schulen in Deutschland für Geräte und Chemikalien eingesetzt. Der Fonds investierte in Unterrichtsmaterialien, wie zum Beispiel Experimentiersets und Infoserien. 

Mittel aus diesem Fördertopf können Lehrer für die Anschaffung von Geräten oder Materialien für Schülerversuche beantragen. Außerdem vergibt der Fonds Preise und Auszeichnungen an Wissenschaftler, Lehrer, Lehrbuchautoren sowie Schüler und führt verschiedene wissenschaftliche Veranstaltungen durch (http://fonds.vci.de).


Zu den Chemie-Verbänden Baden-Württemberg 
  
Unter dem Dach der Chemie-Verbände Baden-Württemberg arbeiten mehrere Verbände mit Sitz in Baden-Baden zusammen. Es handelt sich dabei um 
·        den tarif- und sozialpolitisch tätigen Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg e.V. (agvChemie) 
·        den wirtschaftspolitischen Verband der Chemischen Industrie e.V., Landesverband Baden-Württemberg (VCI). 
Der VCI hat in Baden-Württemberg zwei eigenständige Fachverbände: 
·        den Landesverband Baden-Württemberg des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI), und 
·        die Bezirksgruppe Baden-Württemberg des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL). 

In diesen Verbänden sind derzeit insgesamt 444 Mitgliedsunternehmen mit 107.000 Beschäftigten organisiert. Der Jahresumsatz betrug 2016 ca. 38,1 Milliarden Euro. Die größten Teilbranchen sind Pharma (35 Prozent), Lacke, Farben und Bautenschutz (12 Prozent) sowie Körperpflege und Waschmittel (9 Prozent). Derzeit bilden die Unternehmen etwa 3.500 Jugendliche aus.

Bericht: Chemie-Verbände Baden-Württemberg