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13.11.2020 14:49 Alter: 11 days

Humboldt-Gymnasium realisiert Erasmus+ - Projekt trotz Corona

Startschuss für erneutes durch Erasmus+ gefördertes Schulkooperationsprojekt am Humboldt-Gymnasium zum Thema „Ökosystem Ostsee“ mit vier Partnerschulen aus dem europäischen Ostseeraum


Bereits zum dritten Mal nach 2014-16 und 2018-2020 wird das Humboldt-Gymnasium ein zweijähriges, englischsprachiges EU-Projekt unter der Projektleitung von Henriette Bacher-Martin durchführen, jetzt mit dem Thema „Mare Nostrum – die Bedrohung des Ökosystems Ostsee als Herausforderung für Naturwissenschaft, Wirtschaft und Politik“.

Da aufgrund der Corona-Pandemie derzeit keine Austauschreisen möglich sind, musste sich das Projektteam, bestehend aus schwedischen, finnischen, polnischen und deutschen Kolleginnen und Kollegen, kreative Alternativlösungen erarbeiten. So wird die erste von den insgesamt vier geplanten Schülermobilitäten nun online stattfinden. Nach einer Kickoff-Veranstaltung Anfang Dezember treffen sich die insgesamt 48 Schülerinnen und Schüler aus den vier Projektstaaten Ende Januar zu einem dreitägigen digitalen Workshop „Aktuelle politische Maßnahmen und deren Umsetzung in Bezug auf das Ökosystem Ostsee“. Hier werden - vom finnischen Team organisiert - Podcasts erstellt.

Ob der zweite Austausch im Frühsommer 2021 in Polen bereits wieder real stattfinden kann, ist derzeit noch unklar. Hier sollen die komplexen Zusammenhänge in einem von den Projektschülern selbst entworfenen Brettspiel „Das Klima kippt“ nachvollziehbar gemacht werden.

Im zweiten Projektjahr sollen die ökologischen Probleme der Ostsee dann vor Ort in Karlskrona, Schweden, erlebt, analysiert und filmisch festgehalten werden. Dabei steht in diesem praxisbezogenen Hands-on Projekt das Thema Plastikmüll und dessen Vermeidung im Zentrum.

Im Frühjahr 2022 schließlich führt das  Stopmotion-Filmprojekt „Gegenwart und Zukunft der Ostsee als Lebens- und Wirtschaftsraum“ die erarbeiteten politischen, biologischen und geographischen Aspekte am HGU zusammen und modelliert verschiedene Zukunftsszenarien.

Mit der Ostsee als ökologischer Modellregion in der EU und den konkreten Maßnahmen zur Rettung der Ostsee vermag dieses interdisziplinäre und interkulturelle Schulprojekt nicht zuletzt einen Beitrag zur aktuellen, von Jugendlichen getragenen Fridays-for-future-Debatte um den Klimawandel und der Frage nachhaltigen Lebens und Wirtschaftens zu leisten.

Gefördert wird das Projekt mit einem EU-Zuschuss von insgesamt 115.250 Euro durch Erasmus+.