Fächer

Sprachen

Dem Deutschunterricht kommt seit Jahren schon eine Schlüsselstellung innerhalb des gymnasialen Fächerkanons zu. Diese Stellung zeigt sich insbesondere an der Bedeutung, die jedweder Art von Sachtexten zukommt – sei es im Biologieunterricht, im Geschichtsunterricht oder auch in Textaufgaben der Mathematik. Ohne Textverständnis kann keine Schülerin und kein Schüler selbstständig lernen – egal ob die Grundlage dazu nun im Internet gefunden wird oder in Fachliteratur. Zudem ist die Fähigkeit sich adäquat auszudrücken – ob nun schriftlich oder mündlich – unabhängig von Moden und somit immer eine Kernkompetenz.

Über diesen „technischen“ Aspekt des Deutschunterrichts hinaus steht in jeder Klassenstufe die Beschäftigung mit Literatur im Zentrum. Literatur ist mehr als Lesen – sie dient als Versuchslabor des Menschseins und deshalb muss der Umgang damit geschult werden. Das Sprechen und Schreiben über Literatur und damit die Nutzung literarischer Werkzeuge – der Laborutensilien sozusagen – wird ab Klassenstufe 5 sowohl analytisch wie auch handlungs- und produktionsorientiert vermittelt.  

In der großen Tradition eines humanistischen Gymnasium stehend, ist es uns folglich natürlich ein Anliegen, einen sorgsamen, bewussten und gepflegten Umgang mit der deutschen Sprache und Literatur zu fördern.

In der Unterstufe zeigen die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 6 ihr Können in Vorlesewettbewerben, in der Mittelstufe steht – neben vielem anderen – die Beschäftigung mit Zeitungen zeitweilig im Fokus – unterstützt u.a. durch Kooperationen mit der Südwestpresse. Von der Mittel- bis in die Oberstufe hinein nehmen unsere Schülerinnen und Schüler mit überwältigendem Erfolg an „Jugend debattiert“ teil – ein Projekt, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch unsere speziell ausgebildeten „Jugend-debattiert“-Projektlehrerinnen und -lehrer zunächst Spaß an der gepflegten Debatte bekommen und daneben auf die Wettbewerbe vorbereitet werden. Regelmäßige Siege im Regionalverbundsfinale zeigen, dass die Schule hier einen guten Weg beschreitet.

Die schuleigene Theater-AG ist nach dem Generationenwechsel derzeit in der Aufbauphase, jedoch weisen hier die früheren auch von der Ulmer Öffentlichkeit beachteten Auftritte den Weg in eine erfolgreiche Zukunft.
Der praktische Nutzen in Kombination mit der kulturellen Ästhetik der Sprache und ihrer Kunstwerke – dies ist der Spagat, vor den sich der gymnasiale Deutschunterricht gestellt sieht. Die Fachschaft Deutsch des Humboldt-Gymnasiums begegnet dieser Herausforderung mit vielfältigen Angeboten, fachlicher Qualität und dem Bewusstsein der humanistischen Tradition.

Das Fach Englisch kann am Humboldt Gymnasium ab Klasse 5 wahlweise als erste oder als zweite Fremdsprache gewählt werden. 

Wird Englisch als zweite Fremdsprache gewählt, ist Latein die erste Fremdsprache. 

Wird Englisch als erste Fremdsprache gewählt, stehen ab Klasse 5 jeweils vier Stunden Englischunterricht im Stundenplan. In der weiteren Sprachenfolge kommt in Klasse 6 Französisch hinzu. Ab Klasse 9 wird Englisch mit je drei Wochenstunden unterrichtet wobei in Klasse 10 eine Stunde als sogenannte Teilungsstunde ausgewiesen ist und im Tandemverfahren unterrichtet wird.

In der Oberstufe haben die Schülerinnen und Schüler die Wahl zwischen dem dreistündigen Basisfach und dem fünfstündigen Leistungsfach, in dem die schriftliche Abiturprüfung abgelegt wird.

Die Abiturprüfung in Englisch besteht seit 2013 aus einem schriftlichen Teil und der Kommunikationsprüfung. Diese Prüfung kann wahlweise als Einzel- oder als Tandemprüfung abgelegt werden und zählt mit in die Note des schriftlichen Abiturs. 

Angebote:

Zur Vorbereitung auf die Kommunikationsprüfung, die ein verpflichtender Teil des schriftlichen Abiturs in der modernen Fremdsprache ist, bieten wir für Schüler der Jahrgangsstufe 2 eine Conversation Class an.

Viele Universitäten verlangen von deutschen Abiturienten bei der Einschreibung ein language certificate wie das Cambridge Certificate for Advanced Englisch. Wir bieten Schülern der Jahrgangsstufe 1 einen Vorbereitungskurs für diese zentral abgelegte Prüfung. 

Seit dem Schuljahr 2019/2020 hat das Humboldt Gymnasium mit dem Campbell College in Belfast, Nordirland eine neue Partnerschule. Im März 2020 wird zum ersten Mal eine Gruppe Ulmer Schülerinnen und Schüler (Kl. 10) Nordirland besuchen. Hier findet sich der  Bewerbungsbogen zum Austausch

Informationen über unser Profilfach gibt es unter diesem Link: Latein

Das Fach Französisch ist am Humboldt-Gymnasium die zweite Fremdsprache ab Klasse 6, wenn Englisch als erste Fremdsprache gewählt wurde.

Für Schüler*innen, die Latein als erste Fremdsprache lernen, kann Französisch bei ausreichender Nachfrage als dritte Fremdsprache ab Klasse 8 angeboten werden.

In der Oberstufe besteht die Wahl zwischen dem dreistündigen Basisfach und dem fünfstündigen Leistungsfach. Im Basisfach kann Französisch im Abitur als mündliches Prüfungsfach gewählt werden. Im Leistungsfach wird die schriftliche Abiturprüfung abgelegt, zu der auch ein mündlicher Teil gehört (Kommunikationsprüfung).

Angebote:

Seit 2003 pflegt das Humboldt-Gymnasium eine Schulpartnerschaft mit dem Lycée et Collège Fénelon in Cambrai (Nordfrankreich). In diesem Rahmen kann in der Regel jährlich eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen der 9. und 10. Klassen an einem Austausch teilnehmen. Jeweils für eine Woche sind die Schüler*innen zu Gast in den Familien ihrer Austauschpartner*innen. In dieser Zeit haben sie die Gelegenheit zum Besuch einiger Unterrichtsstunden und nehmen an gemeinsamen Ausflügen teil.

Das Fach Spanisch kann am Humboldt-Gymnasium als 3. Fremdsprache gelernt werden.

In Klasse 8 entscheiden sich die Schülerinnen und Schüler zwischen NWT, Französisch, Musik und Spanisch, das 4-stündig unterrichtet wird.

In der Oberstufe können die Schülerinnen und Schüler Spanisch als dreistündiges Basisfach oder fünfstündiges Leistungsfach wählen. Im Leistungsfach wird die schriftliche Abiturprüfung abgelegt.

Die Abiturprüfung in Spanisch setzt sich aus einem schriftlichen Teil und der Kommunikationsprüfung zusammen, welche wahlweise als Einzel- oder Tandemprüfung abgelegt wird.

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Warum Spanisch?

  • weil über 500 Millionen Menschen Spanisch sprechen
  • weil es nicht nur in Spanien, sondern auch in ganz Süd- und Mittelamerika (außer Brasilien) Amtssprache ist und auch in den USA von 10% der Bevölkerung gesprochen wird
  • weil innerhalb der nächsten 50 Jahren (so schätzt die NCCU, North Carolina Central University), Spanisch die Hauptsprache der USA (oder mindestens von 50% der Bevölkerung) werden könnte
  • weil es einem auf dem Arbeitsmarkt größere Chancen eröffnet
  • weil man in der Schule und im Schulalter am einfachsten und schnellsten eine Fremdsprache erlernen kann.
  • weil bereits im ersten Lernjahr große Lernfortschritte erzielt werden können, da die SchülerInnen auf den Wortschatz und die Grammatik der 1. und 2. Fremdsprache zurückgreifen können

Angebote:

Seit dem Schuljahr 2019/ 2020 besteht Kontakt zur Deutschen Schule in Bilbao, der die Möglichkeit bietet, mit spanischen Schülern in Kontakt zu treten und einen Schüleraustausch individuell zu organisieren. Die Schülerinnen und Schüler nehmen dann am Familienleben ihrer Gastfamilie teil und besuchen den Unterricht ihrer Gastklasse.

—> https://www.dsbilbao.org/de/start/

Musik – Kunst – Sport

Wir leben Musik in der Gemeinschaft – Musik belebt unsere Gemeinschaft!
Dazu gehören neben unserem regulären Musikunterricht auch die Singe- und Musizierklassen und natürlich auch unsere Ensembles. Mehr Informationen zu den Ensembles befinden sich hier.
Informationen zu unserem Profilfach befinden sich hier.

Das Besondere am Fach BK ist der praktische Schwerpunkt, welcher das eigenständige Handeln und sinnliche Erleben der Schülerinnen und Schüler fordert und fördert.
In diesem Fach wird viel mit den Händen gearbeitet, was nachweislich die Ausbildung von Synapsen im Gehirn anregt und neue, eigenständige Erkenntnisse im kreativen Bereich unterstützt.
Bildende Kunst ist das Fach in der Schule, welches verstärkt Kreativität ausbildet und somit eigenständiges Denken und Handeln begünstigt. Diese Fähigkeiten werden in allen anderen Bereichen und im späteren Leben als grundsätzlich notwendig erachtet.
Das Fach BK stellt im Stundenplan der Schülerinnen und Schüler eine wohltuende Abwechslungzu dem sonst ehr kognitiv geprägten Fächerkanon dar.
Im Fachbereich BK am HGU werden die Schülerinnen und Schüler durch eine Vielzahl an Materialien und Techniken gefordert, einen Bereich zu finden, in dem sie sich ausdrücken können und wohlfühlen.
Das Angebotsspektrum beginnt bei Zeichnung und Malerei und geht über plastisches Gestalten und verschiedene Drucktechniken zu „neuen Medien“ und Film. Begleitend werden Beispiele aus der Kunstgeschichte aufgegriffen und in der Oberstufe vertiefend betrachtet und analysiert.

Als einziges Bewegungsfach an der Schule besteht die Aufgabe des Fachs Sport am HGU darin, bei Kindern und Jugendlichen die Freude an der Bewegung und am gemeinsamen Sporttreiben zu wecken. Im  Schulsport soll das Verständnis gewonnen werden, dass sich kontinuierliches Sportreiben positiv auf die Gesundheit sowie die körperliche, soziale und geistige Entwicklung auswirkt. Ebenso ist es unser Ziel, Fähigkeiten wie Fairness, Teamgeist, Toleranz, Leistungsbereitschaft und Mitverantwortung zu fördern und zu fordern.
Durch das 4-stündige Sportangebot in Klasse 5 möchten wir am HGU schon frühzeitig eine gute Grundlage für die weiteren Schulsportjahre schaffen und das für die Koordination sehr wertvolle Alter der Kinder ausnutzen. Neben dem breiten Angebot im schulischen Bereich, wobei auch Schwimmen in fast jeder Altersstufe unterrichtet wird, sind wir auch im außerschulischen Bereich  durch ein vielfältiges AG-Angebot, die regelmäßige Teilnahme an „Jugend  trainiert für Olympia“-Wettbewerben und die Durchführung von Bundesjugendspielen und Sporttagen aktiv.

MINT

Die Mathematik bildet die Grundlage für sehr viele Bereiche des Lebens, deswegen wird sie oft als „Sprache der Naturwissenschaften“ bezeichnet. Auch in anderen Lehren wie beispielsweise der Psychologie oder der Volkswirtschaftslehre findet sie Anwendung. Die Digitalisierung der Gesellschaft wäre ohne die Forschungen und Lehren vieler Mathematiker nicht möglich gewesen.

An Gymnasien bekommen Schülerinnen und Schüler nach dem in der Grundschule erlernten reinen Rechnen mehr und mehr Einblick in die Mathematik, erkennen Strukturen, logische Zusammenhänge und auch die Klarheit unumstößlicher mathematischer Beweise.

Am Humboldt-Gymnasium wird Mathematik in den Stufen 5 bis 10 vierstündig unterrichtet, wobei in der 10. Klassenstufe zur besseren Vorbereitung auf die Kursstufe eine der vier Stunden als Förderstunde gehalten wird. In der Kursstufe wird der Unterricht aufgeteilt in dreistündige Basisfach- und fünfstündige Leistungsfachkurse. Darüber hinaus bieten wir in der Kursstufe den zweistündigen Vertiefungskurs an, der nicht den Inhalt der anderen Kurse wiederholt, sondern eine Brücke zur weiterführenden Mathematik bildet und somit einen möglichen späteren Eintritt in ein naturwissenschaftliches oder anderes mathematikbasiertes Studium erleichtert.

Auch neben dem „normalen“ Unterricht bieten wir am Humboldt-Gymnasium einige Aktionen an, um den Spaß an der Mathematik zu fördern. So gibt es in den unteren Klassenstufen den beliebten bundesweiten Känguru-Wettbewerb, bei dem praktisch in jedem Jahr Gewinne erzielt werden, und auch „Mathematik ohne Grenzen“ wird in den Klassenstufen 9 und 10 immer wieder angeboten. In der Kursstufe konnten wir wiederholt einen schulinternen „Tag der Mathematik“ organisieren, an welchem beispielsweise die Herstellung, die Funktionsweise sowie die Entschlüsselung der Enigma behandelt wurde. Außerdem nahmen mehrfach Gruppen von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften am von der Universität angebotenen „Tag der Mathematik“ teil.

Die Physik bildet nicht nur die Grundlage für technische und medizinische Entwicklungen, sondern prägt in vielerlei Hinsicht unser Leben in einer hochtechnisierten Gesellschaft. Technische Entwicklungen bergen aber neben Chancen auch Risiken mit teilweise weitreichenden Folgen für Umwelt, Gesellschaft und Frieden. Es gilt, diese zu erkennen und zu bewerten. Physikalische Bildung ermöglicht dem Individuum eine aktive Teilhabe an gesellschaftlicher Kommunikation und Meinungsbildung über technische Entwicklung und naturwissenschaftliche Forschung und ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil der Allgemeinbildung in einer naturwissenschaftlich-technisch geprägten Welt.

Bildungsplan BW 2016

Im Sinne des Bildungsplans bieten wir unseren Schüler*innen einen zeitgemäßen Physikunterricht, bei dem viel Wert auf selbständiges Erarbeiten von Themen auch unter Benutzung digitaler Medien gelegt wird. Speziell die Anwendung digitaler Meßwerterfassung durch vielfältige Sensoren wird bei Schüler- und Lehrer-Experimenten durch die gute Ausstattung der Physiksammlung ermöglicht.
Die Auszeichnung als „MINT-freundliche Schule“ ist für uns in diesem Sinne Lob und Anreiz, diesen Weg weiterzugehen. 

Das  Fach Informatik am HGU

Hier geht es zur Information über unsere Auszeichnung mit dem Siegel „Digitale Schule“, die wir als erstes Ulmer Gymnasium erhalten haben.

Klasse 5/6:  Medienbildung

Klasse 7: Informatik

Klasse 8-10: Module in NWT mit Informatik-Anteil (Arduino, Robotik mit LEGO Mindstorms, Medizintechnik)

Klasse 10: Informatik-AG (freiwillig)

Kursstufe:

– Wahlpflichtfach Informatik (2h) (keine Voraussetzungen) oder

– Basisfach (3h) Informatik (Voraussetzung: Besuch der AG in Kl. 10) in Kooperation mit dem Kepler-Gymnasium ab 2021/2022

Kooperationen

Code Your Life (https://www.code-your-life.org/) – eine Initiative von Microsoft

[Patin: MdB Ronja Kemmer]

Wettbewerbe

Informatik-Biber (www.informatik-biber.de)

Jugendwettbewerb Informatik (https://bwinf.de/jugendwettbewerb/aktuelles/jwinf-termine/)

Bundeswettbewerb Informatik (http://www.bwinf.de/bundeswettbewerb)

Selbstlernmöglichkeiten

www.inf-schule.de (enthält alle Inhalte der Schulinformatik)

https://open.hpi.de/ (Online-Kurse des Hasso-Plattner-Institus –> kostenlos)

 

Weitergehende Infos (Inhalte)

Medienbildung:

– Fokus auf Umgang mit dem Computer und Anwendungsprogrammen

Informatik Klasse 7:

– Daten und ihre Codierung,

– Programmieren mit einer blockbasierten Programmiersprache (z.B. Scratch),

– Rechner und Netze,

– Informationsgesellschaft und Datenschutz

 Informatik-AG Kl. 10

Grundlagen der Programmierung mit einer textbasierten objektorientierten Programmiersprache (z.B. Java mit Greenfoot oder BlueJ)

Informatik in der Kursstufe

– siehe Bildungspläne

Wir legen großen Wert auf eine anwendungsorientierte, praktische Informatik. Wobei Inhalte der theoretischen Informatik wie Suchstrategien, Sortierverfahren,  Graphenalgorithmen und Verschlüsselungsverfahren ebenfalls Raum finden.

Der Begriff „Biologie“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „Die Lehre vom Leben“. Aus diesem Grund werden die SchülerInnen in diesem Fach Aufbau, Entwicklung und Lebensweise von Tieren, Pflanzen und Menschen erforschen.

Klasse 5/6 (BNT)

In Klasse 5/6 wird die Biologie durch Naturphänomene und Technik ergänzt (BNT). Die SchülerInnen erforschen hier die unterschiedlichen Teile der Natur wie z.B. Wasser, Feuer und Energie und nutzen ihre neu gewonnenen naturwissenschaftlichen Kenntnisse, um technische Geräte zu entwerfen und zu bauen. Aus diesem Grund wird der Unterricht in BNT in Biologie-Stunden (gesamte Klasse / 2-stündig) und in praktische NT-Stunden (halbe Klasse im 2-wöchigen Wechsel mit Medienkunde / 2-stündig) aufgeteilt.

Klasse 7 – 10 (Biologie)

In Klasse 7 werden die SchülerInnen in Biologie durchgehend 2-stündig unterrichtet, wohingegen in den Klassen 8, 9 und 10 Biologie nur halbjährlich 2-stündig stattfindet.

Oberstufe (Biologie)

In der Oberstufe haben die SchülerInnen die Wahl zwischen dem dreistündigen Basisfach und dem fünfstündigen Leistungsfach, in dem die schriftliche Abiturprüfung abgelegt wird.

„Forschen und kreieren – das sind die großen Angelpunkte, um die sich alle menschlichen Bestrebungen drehen.“                                   
Wilhelm von Humboldt

Die Allgemeinbildung unserer Schülerinnen und Schüler im naturwissenschaftlich-technischen Bereich ist uns ein großes Anliegen; sie soll unsere Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, sich in einer immer stärker technisierten Welt zurecht zu finden und ihren Beitrag dazu leisten zu können.

Der NwT-Unterricht baut auf den Grundlagen des Fächerverbundes BNT (Klasse 5 und 6) und dem Unterricht in Biologie, Physik und Informatik (Klasse 7) auf. Die hier erworbenen Kompetenzen werden im NwT-Unterricht vertieft und erweitert. Dabei werden naturwissenschaftliche und technische Kenntnisse und Fertigkeiten in Theorie und Praxis vernetzt. Im NwT-Unterricht wird vorwiegend forschend-entwickelnd gearbeitet und gelernt. Themen sind zum Beispiel „Bionik“, Statik und Funktion eines Baukrans“, “Energietechnik“, „Verfahrenstechnik“, „Medizintechnik“ und „Datenerfassung am Beispiel des Themas Klima“. Das Thema „Digitalisierung“ ist mit den Modulen „Programmieren eines Arduino“ und „Robotik“ in den Unterricht eingebunden; dabei steht das Erlernen einer Programmiersprache, das Entwickeln von Algorithmen und die Signal- bzw. Datenverarbeitung im Vordergrund. Der Zusammenhang zwischen gesellschaftlichen Entwicklungen, der Weiterentwicklung von Technik und Digitalisierung werden thematisiert und gemeinsam reflektiert. Ziel ist es auch, unsere Schülerinnen und Schüler mündig für die Themen der heutigen Berufs- und Studienwelt und für die gesellschaftlichen Entwicklungen in einer immer stärker technisierten und digitalisierten Welt zu machen.

Um dieser ständigen Weiterentwicklung zu folgen und inhaltlich auf dem neuesten Stand zu unterrichten, passen wir unser Schulcurriculum immer wieder neu an. Damit einher geht auch die immerwährende Fortbildungsbereitschaft unserer Kolleginnen und Kollegen.

Die Naturwissenschaft Chemie untersucht den Zusammenhang zwischen Aufbau und Eigenschaften von Stoffen sowie die chemischen Reaktionen, die zum Entstehen neuer Stoffe mit neuen Eigenschaften führen.

Gesellschaftswissenschaften

Das Fach Geschichte wird am Humboldt-Gymnasium wie an den meisten anderen allgemeinbildenden Gymnasien von Klasse 6 bis Klasse 12 zweistündig unterrichtet, wobei in den beiden Jahrgangsstufen die Möglichkeit besteht, Geschichte als fünfstündiges Leistungsfach zu belegen und mit einer schriftlichen Abiturprüfung abzuschließen.
Der Unterricht behandelt von Klasse 6 bis 9 im Längsschnitt die historischen Epochen von der Antike bis hin zur neuesten Geschichte und erfasst dabei in Ausschnitten alle Bereiche des menschlichen Lebens, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, Alltagsleben und Kultur. Die Klassenstufe 10 hat mit dem neuen Bildungsplan auch neue Inhalte bekommen, es geht um die Entstehung und Entwicklung dreier ehemaliger Imperien, Russland, China und das Osmanische Reich.
In der Jahrgangsstufe werden Inhalte erneut aufgegriffen, vertieft und auf anspruchsvollerem Niveau erarbeitet und problematisiert.
Neben den Inhalten geht es in allen Klassenstufen um methodische Kompetenzen mit fachspezifischer Ausrichtung, wie den Umgang mit historischen Quellen aller Art oder die Beurteilung historischer Ereignisse, Sachverhalte und Entwicklungen.
Um das im Unterricht Gelernte erfahrbar und anschaulich zu machen, bieten sich Exkursionen zu historisch bedeutsamen Orten oder Museen an. Diese werden von den jeweiligen Lehrerinnen und Lehrern nach Bedarf organisiert. Ein Besuch im ehemaligen KZ am Oberen Kuhberg mit den Klassen 9 und eine Fahrt in das KZ Dachau mit den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 2 sind dagegen fester Bestandteil des Curriculums am Humboldt-Gymnasium.

Wir bitten  um Nachsicht – diese Rubrik ist noch in Bearbeitung.

„Die Wirtschaft ist unser Schicksal“
sagte der Industrielle und spätere Außenminister Walther Rathenau

„It’s the economy, stupid!“
 Mit diesem Wahlkampf-Slogan gewann Bill Clinton 1992 die US-Präsidentschaftswahlen.

Wie kann eine effiziente und gleichzeitig gerechte Versorgung trotz begrenzter Ressourcen und daraus resultierender Verwendungskonkurrenzen erreicht werden?

Dies ist das Grundproblem des Wirtschaftens.

Durch die Lösung dieser Frage kann trotz unterschiedlicher, konfliktreicher Interessen ein gutes Zusammenleben ermöglicht werden.

Eine fundierte ökonomische Bildung ist heute angesichts der wachsenden Bedeutung komplexer, wirtschaftlicher Strukturen und Prozesse (wie z.B. die Bewältigung der Corona-Pandemie, Brexit, Handelshemmnisse) die Grundvoraussetzung zur Bewältigung privater, beruflicher und gesellschaftlicher Lebenssituationen.

Deshalb ist es das Ziel des Wirtschaftsunterrichts, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, ökonomisch geprägte Lebenssituationen erkennen, bewältigen und gestalten zu können sowie ihre Interessen in einer sich verändernden Welt selbstbestimmt zu vertreten.

Dadurch trägt ökonomische Bildung zur Stärkung der Mündigkeit der Schülerinnen und Schüler bei.  Sie sollen wirtschaftliche Wirkungszusammenhänge und Funktionsweisen analysieren und beurteilen können, um daraus Handlungsoptionen abzuleiten.

So zeigt sich der Bildungswert des Faches Wirtschaft im Erkennen ökonomischer Situationen, dem Beurteilen ökonomischen Handelns sowie der Erkenntnis, dass es dabei immer Alternativen gibt – auch im Hinblick auf die eigene Berufs- und Studienorientierung.

Deshalb werden die Schülerinnen und Schüler befähigt, als mündige Wirtschaftsbürger ihr tägliches wirtschaftliches Handeln zu hinterfragen und sich bewusst zu sein, dass sie auf die System- und Ordnungsbedingungen auch politisch Einfluss nehmen können.

Der Wirtschaftsunterricht ist grundsätzlich der Problemorientierung verpflichtet, indem er auf relevante Fragen Antworten sucht und das entdeckende, problemlösende Lernen der Schülerinnen und Schüler fördert. Weiterhin ist der Ökonomieunterricht gemäß Beutelsbacher Konsens den Prinzipien der Kontroversität, der Pluralität, sowie des Überwältigungsverbots verpflichtet.

Einer großen Bedeutung im Wirtschaftsunterricht kommt der Handlungsorientierung zu, insbesondere durch die Anwendung von Planspielen, Wettbewerben, Exkursionen und Projekten. Hier finden seit vielen Jahren durch intensiven Kontakt mit verschiedenen Bildungspartnern (wie z.B. Unicredit, Hermle SP&P) und (über-)regionalen Wirtschaftsakteuren interessante und erfolgreiche Projekte statt. Die Schülerinnen und Schüler entdecken somit den Lebensweltbezug ökonomischer Sachverhalte, welcher bei der Planung und Gestaltung des Unterrichts maßgeblich ist. Damit wird auch im Hinblick auf die eigene Berufs- und Studienorientierung die ökonomische Handlungskompetenz gestärkt und so ergeben sich für die Schülerinnen und Schüler interessante Möglichkeiten, ihr erworbenes Wissen und Können in der Praxis anzuwenden und umzusetzen.

Täglich tauchen Themen wie Klimawandel, Migration und Globalisierung in den Medien auf und bestimmen somit unsere Lebenswelt. Dies führt zu der Frage, wie Schüler am Gymnasium die Kompetenzen für den kritisch-reflektieren Umgang mit solch komplexen Herausforderungen erlangen sollen.

Einen elementaren Beitrag leistet die Geographie. Die Geographie gehört zu den klassischen Wissenschaften und beschäftigt sich mit der Struktur und Entwicklung der Erde, sowohl in ihrer physischen Beschaffenheit wie auch als Lebens- und Wirtschaftsraum des Menschen. So befindet sich die Geographie genau an der Schnittstelle zwischen den Naturwissenschaften und den Gesellschaftswissenschaften.

Aufgrund dieser Ausrichtung als Brückenfach behandelt verstärkt die Geographie die aktuellen und unsere Zukunft bestimmenden Handlungs- und Aktionsfelder in ihrer Gesamtheit. Die Geographie liefert daher durch ihren integrativen Ansatz einen ganz entscheidenden Beitrag für das Verständnis der globalen Herausforderungen unserer Zeit.

Der Geographieunterricht ermöglicht aber nicht nur Einsichten in wichtige Wechselbeziehungen z. B. im Kontext der Klimaveränderung, sondern er entwickelt auch Verantwortungsbewusstsein im Umgang mit natürlichen Lebensgrundlagen wie z. B. die nachhaltige Nutzung von Ressourcen. Weiterhin gibt der Geographieunterricht Einblicke sowohl in bekannte als auch in fremde Lebensweisen (z. B. das Leben in verschiedenen Klima- und Kulturzonen der Erde) und er ermöglicht das so wichtige Verständnis für weltweite Verflechtungen wie z. B. die Globalisierung und weltweite Handelsströme.

An lokalen, regionalen und globalen Raumbeispielen lernen die Schülerinnen und Schüler über das System „Raum-Umwelt-Mensch“ vernetztes Denken. Somit lernen sie auch die anfangs genannten Herausforderungen zu verstehen, zu analysieren und verantwortungsvoll Lösungsansätze zu entwickeln.

Entscheidend für die Menschheit ist heute die Frage, wie wir mit unserer Erde umgehen, ob wir sie nachhaltig nutzen und gestalten. Ganz bewusst findet sich daher im aktuellen Bildungsplan die überfachliche Leitperspektive „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE).

Unter allen Schulfächern leistet die Geographie aufgrund der integrativen Konzeption des Faches den größten Beitrag, diese Kompetenzen im Sinne problemlösungs- und handlungsorientierter Unterrichtsansätze bei den Schülerinnen und Schülern zu entwickeln. Geographie trägt damit entscheidend zur Verankerung einer nachhaltigen Entwicklung in unserer Gesellschaft bei und ist das Fach für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Vorstellung des Faches evangelische Religion
Im Unterricht im Fach evangelische Religion steht die Beschäftigung mit religiösen und ethischen Fragestellungen im Mittelpunkt. Die  Wissens-vermittlung geschieht jedoch nicht nur aus der konfessionellen Perspektive. Wir informieren uns über unsere christliche Tradition, aber auch über andere Religionen und Weltanschauungen. Eine von toleranter Offenheit und Interesse geprägte Haltung ist für uns dabei selbstverständliche Voraussetzung. Auf dieser Grundlage bietet Religionsunterricht auch die Möglichkeit, sich mit den zentralen Fragen

Woher komme ich?

Wohin gehe ich?

Was ist der Sinn des Lebens?

zu beschäftigen.

 Darüber hinaus möchte der Religionsunterricht Orientierung bieten für die persönliche und soziale Lebensgestaltung. Die praktische Umsetzung des Religionsunterrichts zeigt sich u.a. im Sozialpraktikum in Klasse 9, das im Curriculum Religion/ Ethik verankert ist, aber auch in Gottesdiensten und in Projekten.

Die Unterrichtsinhalte sind im Bildungsplan festgelegt und werden in methodischer Vielfalt im Unterricht erarbeitet und umgesetzt.

Religion (ER/KR) wird in den Klassen 5-7 und 9-12 mit zwei Wochenstunden unterrichtet. Lediglich in Klasse 8 findet der Religionsunterricht einstündig statt, weil die ev. Schülerinnen und Schüler parallel noch Konfirmandenunterricht haben.

Da Religion ordentliches Lehrfach ist, werden schriftliche und mündliche Leistungen benotet und sind versetzungsrelevant.

 

Besonderheiten des Fachs Religion:

Konfessionslose Schülerinnen und Schüler oder solche, für deren Konfession kein Religionsunterricht an der Schule angeboten wird, können ihre Teilnahme am evangelischen Religionsunterricht beantragen und werden mit Zustimmung der jeweiligen Lehrkraft zugelassen. 

SuS  können ab Eintritt ihrer Religionsmündigkeit im Alter von 14 Jahren selbst über ihre Teilnahme am Religionsunterricht entscheiden. Vorher entscheiden die Eltern oder die sonst Erziehungsberechtigten darüber. Ab 12 Jahren dürfen Kinder jedoch nicht gegen ihren Willen in einem anderen Bekenntnis erzogen werden. Auch können Ihre Eltern Sie nicht mehr gegen Ihren Willen abmelden.

Eine erneute Anmeldung zum Religionsunterricht kann die Schule zum nächsten Schulhalbjahr berücksichtigen.

Die Schulen bieten Ethik als verpflichtendes Ersatzfach an: Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, müssen den Ethikunterricht besuchen.
Quelle:  https://www.kirche-und-religionsunterricht.de/schuelerinnen/teilnahme-am-religionsunterricht/

Katholischer Religionsunterricht in der Sekundarstufe

Liebe Eltern, wir hoffen, dass Ihre Kinder bisher gerne am Religionsunterricht teilgenommen haben. Uns liegt sehr daran, dass auch in den weiterführenden Schulen der Religionsunterricht ein Fach ist, das Kinder und Jugendliche mit Gewinn besuchen und in welchem Raum ist für existenzielle Fragen und lebensbedeutsame Themen.

WORUM GEHT ES IM RELIGIONSUNTERRICHT?

 MITEINANDER LEBEN

Die Schülerinnen und Schüler begegnen Formen des gelebten christlichen Glaubens ihrer eigenen Konfession, sie begegnen in ökumenischer Offenheit der anderen Konfession und lernen andere Religionen kennen. Im sozialen Miteinander lernen sie, ihre eigene Meinung begründet zu vertreten, andere Standpunkte zu verstehen und zu tolerieren sowie Konfliktsituationen gewaltfrei zu lösen.

NACH GOTT UND DEM SINN DER WELT FRAGEN

Der christliche Glaube betrachtet die Welt als Schöpfung Gottes; die Schülerinnen und Schüler lernen, dieser Welt, sich selbst und anderen achtsam zu begegnen. Sie werden angeregt, innezuhalten, zu staunen und die kleinen und großen Dinge des Lebens als Geschenk Gottes wahrzunehmen und sich über sie zu freuen.

DIE BIBLISCHE BOTSCHAFT HÖREN

Die Schülerinnen und Schüler lernen die Geschichten und Texte der Bibel als wesentliche Grundlage des christlichen Glaubens kennen. Die Bibel erzählt von menschlichen Erfahrungen mit Gott, die Menschen zu allen Zeiten machen und gemacht haben: Angst, Scheitern, Schuld, Trauer, aber auch Freude, Glück, Solidarität und gelingende Gemeinschaft. Die Botschaft Jesu Christi bietet Wege an, die durch Krisen tragen und Grund zur Hoffnung geben.

MITEINANDER FEIERN

Die Schülerinnen und Schüler können im Religionsunterricht Glaubenserfahrungen reflektieren und sie darüber hinaus gemeinsam in Gottesdiensten im Jahreskreis erleben.

Quelle: flyer_RU_ Sekundarstufe    (Diözese Rottenburg Stuttgart)

Die praktische Umsetzung des Religionsunterrichts zeigt sich u.a. im Sozialpraktikum in Klasse 9, das im Curriculum Religion/ Ethik verankert ist, aber auch in Gottesdiensten und in Projekten und Exkursionen.

Die Unterrichtsinhalte sind im Bildungsplan festgelegt und werden in methodischer Vielfalt im Unterricht erarbeitet und umgesetzt.

Religion (ER/KR) wird in den Klassen 5-7 und 9-12 mit zwei Wochenstunden unterrichtet. Lediglich in Klasse 8 findet der Religionsunterricht einstündig statt, weil die ev. Schülerinnen und Schüler parallel noch Konfirmandenunterricht haben bzw. sich auf die Firmung vorbereiten.

Da Religion ordentliches Lehrfach ist, werden schriftliche und mündliche Leistungen benotet und sind versetzungsrelevant.

Besonderheiten des Faches Religon:

Der Religionsunterricht ist das einzige Schulfach, das im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert ist. Er ist nach Artikel 7,3 GG in allen öffentlichen Schulen ordentliches Lehrfach und wird in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt.

Die Schülerinnen und Schüler nehmen entsprechend ihrer Konfession am evangelischen bzw. katholischen Religionsunterricht teil. Auch Schülerinnen und Schüler, die keiner der beiden Konfessionen angehören, können nach Absprache den evangelischen bzw. katholischen Religionsunterricht besuchen.

SuS  können ab Eintritt ihrer Religionsmündigkeit im Alter von 14 Jahren selbst über ihre Teilnahme am Religionsunterricht entscheiden. Vorher entscheiden die Eltern oder die sonst Erziehungsberechtigten darüber. Ab 12 Jahren dürfen Kinder jedoch nicht gegen ihren Willen in einem anderen Bekenntnis erzogen werden. Auch können Ihre Eltern Sie nicht mehr gegen Ihren Willen abmelden.

Eine erneute Anmeldung zum Religionsunterricht kann die Schule zum nächsten Schulhalbjahr berücksichtigen.

Die Schulen bieten Ethik als verpflichtendes Ersatzfach an: Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, müssen den Ethikunterricht besuchen.
Quelle:  https://www.kirche-und-religionsunterricht.de/schuelerinnen/teilnahme-am-religionsunterricht/

Ethikunterricht beschäftigt sich u.a. mit Selbstfindung, Miteinander, Toleranz und dem Finden von eigenen moralischen Werten und eigenen Definitionen/Haltungen. Dabei wird durch das Vorstellen vielfältiger Meinungen/Handlungen und auch philosophischer Haltungen zu zentralen Begriffen wie u.a. Gerechtigkeit „Selber denken“ als Ziel angestrebt. Unter anderem soll gelernt werden, wie man seine Haltungen mit Argumenten belegen kann.

Zentrale Fragen sind u.a.:

Wer bin ich?

Wer sind die anderen?

Was ist Glück?

Was bedeutet z.B. Gerechtigkeit, Toleranz, Freiheit u.v.m.?

Dadurch unterstützt der Ethikunterricht die Findung der eigenen Lebensführung und den bewussteren Umgang mit sich selbst und anderen.

Als Besonderheit wird im Rahmen des Ethik/Religionsunterrichtes in Klasse 9 ein Sozialpraktikum durch geführt, in dem die Schülerinnen und Schüler eine Woche einen sozialen Beruf erkunden können.

Die Unterrichtsinhalte der einzelnen Klassen sind im Bildungsplan fest gelegt und können dort eingesehen werden. Zentrale Unterrichtsmethode ist das Gespräch und die Diskussion.

Ethik wird in den Klassen 5-7 und 9-10 mit zwei Wochenstunden unterrichtet. In Klasse 8 ist Ethik einstündig, wird aber i.d.R. zweistündig, dafür nur ein Halbjahr lang, unterrichtet.

Da Ethik ein ordentliches Lehrfach ist, werden schriftliche und mündliche Leistungen benotet und sind versetzungsrelevant.

Besonderheiten des Fachs Ethik:

Schülerinnen und Schüler ohne Konfession oder mit nicht katholischen/evangelischen Konfessionen nehmen automatisch am Ethikunterricht teil, sofern sie keinen Antrag auf Besuch eines ev/kath. Religionsunterrichts stellen (was über das Sekretariat und den unterrichtenden Lehrer möglich ist).

Schülerinnen und Schüler, die evangelisch oder katholisch getauft sind, können wegen Glaubens- und Gewissensgründen zu jedem neuen Schuljahr/Halbjahr aus dem Religionsunterricht in den Ethikunterricht wechseln, wenn die Erziehungsberechtigten das dem Sekretariat und den zuständigen Lehrern schriftlich mitteilen.

Ab dem Eintritt in die Religionsmündigkeit im Alter von 14 Jahren können Schülerinnen und Schüler selbst über ihre Teilnahme am Religions- oder Ethikunterricht entscheiden.

(Quelle:  https://www.kirche-und-religionsunterricht.de/schuelerinnen/teilnahme-am-religionsunterricht/)“

Das Humboldt Gymnasium bietet Psychologie als Wahlpflichtfach für die Kursstufe an. Viele Schülerinnen und Schüler wählen das beliebte Orchideenfach, da sie neugierig sind, was sich dahinter verbirgt und jeder von ihnen Psychologie im Alltag bereits kennengelernt hat. Die vier großen Themenbereiche laut Lehrplan sind:

I        Psychologie als Wissenschaft

II       Entwicklung der Persönlichkeit

III      Kognition und Emotion

IV      Der Mensch im sozialen Umfeld

In der ersten Einheit Psychologie als Wissenschaft lernen die Schüler die Grundlagen empirischer Wissenschaft kennen: Was ist Psychologie? Welche Ziele verfolgt die Disziplin? Was ist ein Experiment? Welche Erkenntnisse können daraus gewonnen werden?

Die Entwicklung der Persönlichkeit, also der verschiedenen Entwicklungsstufen, die ein Mensch im Laufe seines Lebens durchlebt – von der frühen Kindheit bis ins hohe Alter, stellt den zweiten großen Themenblock dar. Anhand verschiedener Entwicklungstheorien (z.B. Piaget, Eriksson, Freud, Kohlberg) werden Stufenmodelle der Entwicklung erarbeitet. Des Weiteren geht es um die Beantwortung folgender Leitfragen: Wie wichtig ist die Mutter-Kind Bindung für die frühkindliche Entwicklung eines Menschen? Welche Faktoren spielen für die Entwicklung von Motorik und Sprache eine Rolle? Wie kann es zu Entwicklungsstörungen kommen?

Im Bereich Kognition und Emotion erarbeiten die Schüler das Mehrspeichermodell des Gedächtnisses, beschäftigen sich mit Strategien zur Verbesserung des Lernens und übertragen diese auf ihr eigenes Lernverhalten. Außerdem erfassen sie den Zusammenhang von Kognition, Emotion und Motivation, sodass sie in der Lage sind, zu verstehen, wie Lernmotivation gelingen kann.

Ein weiteres Themenfeld, das sich ganz direkt auf die Lebenswelt der Schüler bezieht, ist der Bereich „Mensch im sozialen Umfeld“. Hier liegt der Fokus auf der Gruppe, also verschiedenen gruppendynamischen Prozessen. Dabei geht es um Gruppen als Systeme, menschliches Verhalten bei Anwesenheit anderer sowie Kommunikation (z.B. die Kommunikationstheorie nach Schulz von Thun).

Das Fach bietet somit einen Überblick über die großen Themenfelder der Psychologie und ihrer Arbeitsweise im wissenschaftlichen Bereich.

Stundentafel:

Hier finden Sie unsere Kontingentsstundentafel:

2021_2020_Kontingentstundentafel

Unterrichtszeiten:

Grundsätzlich ist der Unterricht an unserer Schule nach dem Doppelstundenmodell aufgebaut. 

Wir bieten am Nachmittag zwar eine Hausaufgabenbetreuung an, sind jedoch ausdrücklich keine Ganztagsschule.